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Schriftenreihe der Hochschule Speyer

Band 130

 
Demokratie

vor neuen Herausforderungen

Vorträge und Diskussionsbeiträge auf dem
1. Speyerer Demokratie-Forum vom 29. bis 31. Oktober 1997
an der Deutschen Hochschule für Verwaltungs-
wissenschaften Speyer

herausgegeben von

Hans Herbert von Arnim
 
 

Duncker & Humblot . Berlin

Berlin 1999
ISBN 3-428-09693-2
 
 

Inhalt
Vorwort
 
 
 

Inhaltsverzeichnis

 
Vorwort des Herausgebers 7
Begrüßung durch den Rektor der Hochschule
für Verwaltungswissenschaften Speyer
Siegfried Magiera 
9
Einführung in das Tagungsthema
Von Hans Herbert von Arnim
13
I. Kritische Bestandsaufnahme
Fünf Jahre Demokratiediskussion in Deutschland
- Hoffnung oder Resignation?
Von Robert Leicht 
21
Perspektiven für Demokratie und Wirtschaft
- die Vordergründigkeit des Diskurses in unserer Politik
Von Erwin K. Scheuch 
31
Wer ist schuld an der Reformblockade?
Von Johannes Willms 
61
Bürgerpartizipation - Nachfrage ohne Angebot?
Von Olaf Winkel 
71
Besonderheiten der Demokratie auf Gemeindeebene
Von Hans-Georg Wehling 
91
II. Praktische Umsetzung demokratischer Reformkonzepte
Siegeszug direktdemokratischer Institutionen als Ergänzung des
repräsentativen Systems? Erfahrungen der 90er Jahre
Von Otmar Jung 
103
Ein Volksentscheid über den Bürgerentscheid:
Die Einführung kommunaler Bürgerentscheide in Bayern
Von Carsten Nemitz 
139
Fünf Wege zur bürgernahen Demokratie
Von Karlheinz Niclauß 
161
Demokratiereform als Standortfrage. Ökonomische Auswirkungen
falscher politischer Entscheidungsstrukturen
Von Gerd Habermann 
169
Die Demokratie braucht endlich den Bürger
- Das Modell Planungszelle
Von Peter C. Dienel 
177
Mehr Demokratie in der Bildungspolitik.
Das Beispiel Schulorganisation
Von Gerhard Pfreundschuh 
195
III. Demokratie-Konzepte der politischen Parteien
Peter Caesar F.D.P.  205
Armin Grein Freie Wähler Bayern  208
Peter Müller CDU 212
Peter Porsch PDS 218
Michael Vesper DIE GRÜNEN 221
Hans-Jochen Vogel  SPD  223

 

Vorwort des Herausgebers


Im Jubiläumsjahr der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer (gegründet 1947) fand vom 29. bis 31.10. 1997 erstmals das „Speyerer Demokratieforum“ statt. Auf dieser dreitägigen Fortbildungsveranstaltung referierten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Presse über grundlegende und aktuelle Fragen der Demokratie. Fragen der ,Herrschaft des Volkes' werden heute so heiß und kontrovers diskutiert wie kaum ein anderer Themenbereich.

Der zunehmende und zunehmend evidente Problemdruck, den ungelöste Fragen unausweichlicher gesellschaftlicher (Um-)Gestaltungen ausüben, läßt die sogar von ,höchster Stelle' beklagte Problemlösungsschwäche unserer politischen Hauptakteure in einem neuen Licht erscheinen. Gleichzeitig sind Partizipationswille und -fähigkeit unserer Staatsbürger, glaubt man einschlägigen sozialwissenschaftlichen Untersuchungen, ungebrochen stark. Die tatsächlichen politischen Einflußmöglichkeiten des Volkes bleiben dahinter jedoch zurück.

Die aus verschiedenen Perspektiven vorgetragenen Analysen der Probleme der heutigen Demokratie lieferten die Basis zur Erörterung von reformvorschlägen, wie etwa die Einführung von Volksbegehren und Volksentscheid auf Bundesebene, von Kumulieren und Panaschieren auch bei Landtags- und Bundestagswahlen und der Direktwahl der Ministerpräsidenten der Länder. Aber auch Themen wie innerparteiliche Demokratie Demokratie in der Schule und das Konzept der Planungszelle wurden erörtert. Besonderes Augenmerk galt den Möglichkeiten der praktischen Umsetzung von Reformen, wobei positive Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit im Bereich der direkten Demokratie für die Diskussion fruchtbar gemacht werden konnten.

In einer Podiumsdiskussion hochrangiger Politiker wurden die Demokratie-Konzepte der politischen Parteien einbezogen, wobei die Stellungnahmen der Podiumsteilnehmer aber nicht selten darüber hinausgingen.

In dem vorliegenden Tagungsband sind sämtliche in Schriftform zur Verfügung stehenden Vorträge der Tagung, teilweise in leicht überarbeiteter Fassung, wiedergegeben, um diese einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und damit einen Beitrag zur Analyse von Schwachstellen und zur Reform der Demokratie zu leisten.

Hans Herbert von Arnim

 

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Stand: 21.09.2009