Tagungen 1997
Reform der Landesverwaltung III
19. - 21. März 1997
Wiss. Leitung    Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill/ Univ.-Prof. Dr. Helmut Klages
5. Fachtag Staatskommunikation: Wissensmanagement
21. April 1997
Wiss. Leitung    Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill
2. Speyerer Abgeordneten-Seminar
15.-16. September 1997
Wiss. Leitung    Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill
Die zukunftsfähige Stadt
01.- 02. Oktober 1997
Wiss. Leitung    Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill/ Jörg Hennerkes, Beigeordneter beim Deutschen Städtetag

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Reform der Landesverwaltung III

Unter der Leitung von Dr. Hermann Hill und Dr. Helmut Klages veranstaltete die Hochschule für Verwaltungs- wissenschaften Speyer die nunmehr dritte Tagung zu dem Thema "Reform der Landesverwaltung". Sie knüpfte an die Tagungen der letzten zwei Jahre hierzu, sowie an die Erfahrungen aus den Innovationsringen für große und mittlere Städte, Landkreise und Bezirksregierungen an.
Die Reform der öffentlichen Verwaltung nach dem sogenannten Neuen Steuerungsmodell setzte zunächst auf der Ebene der Kommunen ein, hat dann jedoch auch die Länder und in ersten Ansätzen auch die Bundesverwaltung erfaßt. Die Speyerer Tagung bot Gelegenheit, mit Vertretern aus Praxis und Wissenschaft die aktuellen Reform- themen wie etwa Aufgabenkritik - Methodik und Fogerungen, Neue Steuerung in Ministerien, Haushalts- und Rechnungswesen und Geschäftsprozeßoptimierung zu erörtern.
Die Ergebnisse der Tagung sind veröffentlicht in einem Tagungsband: Hill, Hermann/Klages, Helmut (Hrsg.): Reform der Landesverwaltung III, Düsseldorf, Raabe-Verlag.1997.


5. Fachtag Staatskommunikation
Wissensmanagement - Vorsprung gewinnen durch Kommunikation




2. Speyerer Abgeordneten-Seminar
Bislang ging die Verwaltungsreform in den meisten Fällen von den Landesregierungen aus, eine Beteiligung der Landesparlamente erfolgte überwiegend sehr spät. Mit dem in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal durchgefüh- rten Speyerer Abgeordneten-Seminar sollte die Steuerungs- und Dialogfähigkeit der Landesparlamente in diesem Prozeß verbessert und der mit dem 1. Speyerer Abgeordneten-Seminar eingeleitete Gedankenaustausch über Länder- und Fraktionsgrenzen hinweg fortgesetzt werden.
In mehreren Ländern werden zur Zeit, teilweise für nachgeordnete Behörden, teilweise für Ministerien, Elemente des sog. Neuen Steuerungsmodells, wie Budgetierung, Controlling, Zielvereinbarungen und Berichtswesen, Pro- duktdefinitionen, Kosten-Leistungs-Rechnung, etc. erprobt. Die damit verbundenen Veränderungen bedürfen vor allem der Entwicklung neuer Instrumente zur Steuerung, Optimierung und Kontrolle des Mitteleinsatzes und zur Einhaltung des Ausgabenvolumens sowie einer neuen Qualität im Zusammenwirken von Parlament und Regierung.
Das 2. Abgeordneten-Seminar richtete sich exklusiv an Abgeordnete und sollte Gelegenheit bieten, Ansätze hierzu aus unterschiedlichen Ländern, etwa aus der Freien Hansestadt Bremen, aus Schleswig-Holstein, Thüringen oder Rheinland-Pfalz, mit Regierungsvertretern zu diskutieren.


Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städtetag 

Die zukunftsfähige Stadt

Unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill und Jörg Hennerkes, Beigeordneter beim DST, veranstaltete die Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag am 1. und 2.10.1997 in Speyer die Tagung „Die zukunftsfähige Stadt“.

In verschiedenen deutschen Städten entwickeln sich Aktivitäten zur Umsetzung der „Agenda 21“ im Sinne einer zukunftsbeständigen Stadt. Diesen Aktivitäten liegt der Gedanke der nachhaltigen Entwicklung zugrunde, der auf internationale Konferenzen und Beschlüsse, wie etwa die Konferenz in Rio de Janeiro 1992, die Charta der Euro- päischen Städte und Gemeinden in Aalborg/Dänemark 1994, den Lissabonner Aktionsplan „Von der Charta zum Handeln“ 1996 sowie auf die Konferenz „Habitat II“ in Istanbul 1996 zurückgeht. Die Tagung soll diese interna- tionalen Ansätze aufgreifen und einen Bezug zu den aktuellen Verwaltungsreformen in Deutschland wie dem sog. Neuen Steuerungsmodell und dem  Qualitätsmanagement herstellen.

Am ersten Veranstaltungstag wurden zunächst die aktuelle Problemlage der Städte und die Verwaltungsreform als möglicher Lösungsansatz beschrieben. Anschließend wurde die Zielsetzung einer nachhaltigen Entwicklung anhand der „Agenda 21“ von Rio und der „Habitat II“ von Istanbul dargestellt. In vier moderierten Arbeitskreisen bestand dann Gelegenheit, die Aspekte „Die Stadt in der Region“, „Arbeit in der Stadt“, „Verwaltungsmodernisierung und Nachhaltigkeit“ sowie  "Bürgerverantwortung“ in Kleingruppen zu vertiefen und zu diskutieren.

Am zweiten Veranstaltungstag wurden gelungene Beispiele der Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung aus den Städten Ulm, Hamburg und Germering vorgestellt und in einer Podiumsdiskussion die Erfolgsaussichten einer Verknüpfung nachhaltiger Entwicklung mit der Verwaltungsreform aus Sicht der Kommunalpolitik aufgezeigt.

Veröffentlichung von Univ.-Prof. Dr. Hermann Hill zu diesem Thema.



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