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Sommersemester
2011
Seminar S 101
Europäisches und internationales Wirtschaftsrecht Dienstag,
8.15 - 10.30 Uhr, Hörsaal 3
Beginn:
17. Mai 2011 Vergabe der Plätze
nach dem Exposé-Verfahren: Ja
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Inhalt:
Das Seminar
wendet sich an Interessenten, die mit Blick auf ihre zukünftige
Berufstätigkeit z. B. in der Wirtschaftsverwaltung, in einem
Verband bzw. als Anwalt und/oder im Bereich ihres
europarechtlichen Schwerpunktes unter Einschluss der
internationalen Beziehungen die kooperative Rolle von Staat und
Wirtschaft und die Entwicklung des Wirtschaftsrechts im Zeichen
der Regulierung, Globalisierung und von "governance" näher
analysieren wollen. Die Seminarthemen sollen dabei aus der
Perspektive des akteurszentrierten Institutionalismus bearbeitet
werden, d. h. unter dem Gesichtspunkt sich allmählich
verfestigender Institutionenbildung in der Weltwirtschaft i. S.
ihrer rechtlichen Regulierung und weltweiten "governance". Zu
diesem Zweck geht das Seminar zunächst von dem denkbar
unspezifischen Begriff "Wirtschaftsrecht" aus, der die Klammer
für die daran zur Einführung anschließende Behandlung einer
Reihe ökonomischer, regulierungsrechtlicher und institutioneller
Grundfragen in der EU und im Welthandel bildet. Hieran schließt
die Betrachtung ausgewählter wirtschafts-rechtlicher Teilgebiete
des Finanzmarktrechts, des Versicherungsaufsichts- und des
Wertpapierhandels- sowie des Börsenrechts, des Wettbewerbs- und
des Beihilfen- sowie des Vergaberechts an. Einen gewissen
Vorrang sollen Fragen der Finanzmarktstabilisierung erhalten.
Die dabei feststellbare "Europäisierung" des nationalen
Wirtschaftsrechts ("Europäische Wirtschaftsregulierung") öffnet
die Perspektive zu allgemeineren Fragestellungen des
Europäischen Wirtschaftsrechts und zu den insoweit zu
behandelnden institutionenpolitischen Perspektiven. Näherhin
geht es in der Auseinandersetzung damit auch um die Klärung des
Verhältnisses von Staat und Wirtschaft bei der Bewältigung der
Finanz- und Wirtschaftskrise sowie einzelner Regulierungs-
einschließlich Harmonisierungsprobleme, die hieraus folgen.
Ein gesonderter Seminarabschnitt wird sich dem internationalen
Wirtschafts-recht zuwenden. Beginnend mit einem Überblick über
die Grundlagen der inter-nationalen Wirtschaftsverfassung,
werden hier zunächst Hauptprobleme der internationalen
Handelspolitik untersucht. Daran anschließend werden regionale
Arrangements behandelt wie z. B. die APEC, NAFTA und der
Mercosur. Auch die erneuerte Mittelmeer-Kooperation steht bei
Bedarf zur Diskussion.
In einem weiteren Schritt der Überlegungen wendet sich das
Seminar sodann kontinentalen Wirtschaftszonen am Beispiel Asiens
zu; näher erörtert werden die ASEAN sowie das ASEM. Ferner
widmet sich die Seminarthematik den entwicklungsbezogenen Fragen
der Welthandelsorganisation (WTO) einschließlich deren
Rückwirkungen auf das Europäische Wirtschaftsrecht, wobei
speziell die gegenwärtig virulenten Fragen der Streitschlichtung
erörtert sowie die Verbesserung der existierenden WTO-Regeln in
Bezug auf supranationale Beihilfenregimes, die Umweltvorsorge
und die Handelsbedingungen untersucht werden sollen. Auch und
zugleich wird der Konflikt zwischen Entwicklungsstaaten und
Industriestaaten eine prinzipielle Rolle spielen. Insbesondere
geht es hierbei um Kriterien eines "sozialen" Welthandels, die
herauszuarbeiten wären.
Didaktisches Konzept, Lehr- und Lernziele:
Das Seminar
führt jeweils in die spezielle Thematik mit ein oder zwei
Impulsreferaten von jeweils max. 30 Minuten Dauer ein. Eine
Gliederung hierzu versehen mit einigen Literaturnachweisen wird
von den Referenten rechtzeitig vor Beginn des jeweiligen
Seminartags ausgelegt. Zu den im Seminar präsentierten Referaten
wird eine aktiv und durch eigene Lektüre vorbereitete Diskussion
erwartet. Das Seminar bietet insoweit auch für die einschlägige
Kenntnisse aufweisenden ausländischen Hörer Speyers eine
hervorragend geeignete Veranstaltungsoption. In einem Reader,
dessen Studium nach Seminarbeginn vorausgesetzt wird, sind von
mir ausgewählte Schlüsselaufsätze enthalten. Die Betreuung des
Seminars übernimmt Frau Ass. iur. K. Schoppa, meine
Seminarassistentin, die auch schon vor Beginn der Veranstaltung
unter schoppa@dhv-speyer.de zu erreichen ist und für vorab
mögliche Vereinbarungen über zu bearbeitende Vortragsthemen
bereitsteht. |
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Stand:
14.03.2011
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