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 Forschung aktuell

 

Projekt „Benchmarking in der öffentlichen Verwaltung: ein europäischer Ländervergleich“

 

im Rahmen des FÖV-Projektverbundes "Leistungsvergleich und Benchmarking im Öffentlichen Sektor"

 

Förderung: Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung (FÖV)

 

Wissenschaftliche Projektleitung:

Prof. Dr. Sabine Kuhlmann (DHV Speyer)

         

Projektmitarbeiter/Ansprechpartner:

Tim Jäkel

 

Laufzeit: 11/2010 - 10/2012 (10/2013)

 

http://www.foev-speyer.de/benchmarking

 

 

 

1. Hintergrund und Forschungslücken

Wenngleich Leistungsmessung und Leistungsvergleich in der OECD-Staatenwelt nahezu durchgängig als Reforminstrument im öffentlichen Sektor verwendet werden, ist der empirische Kenntnisstand über die Anwendung dieses Reforminstruments, über Steuerung, Organisation und Durchführung von Leistungsvergleichen und Benchmarking in international vergleichender Perspektive bislang äußerst unbefriedigend.

2. Zielstellung und Forschungsfragen

Vor diesem Hintergrund soll sich das Teilprojekt „Benchmarking in der öffentlichen Verwaltung: ein europäischer Ländervergleich“ mit dem Verbreitungsgrad, den Varianten, Steuerungsformen und Durchführungsprozessen von Leistungsvergleichen und Benchmarking in Europa sowie mit deren kausaler Erklärung befassen. Untersuchungsländer sind Deutschland, Großbritannien, Schweden, Frankreich und die Schweiz. Der Analysefokus liegt auf der subnationalen Verwaltungsebene, d.h. Länder-/ Regional-/ Kommunalebene, deren Vergleichsprojekte als – methodisch gesprochen – abhängige Variable erhoben werden sollen. Im Kern befasst sich das Teilprojekt mit den folgenden Fragen:

-          Wie verbreitet sind Leistungsvergleiche auf der subnationalen Verwaltungsebene in Europa („Verbreitungsgrad“; abhängige Variable)?

-          Welche Varianten, Organisationsformen und Methoden von Leistungsvergleichen sind in den Verwaltungen der Untersuchungsländer auf der Länder-/ Regional- und Kommunalebene vorzufinden („Länder-Mapping“; abhängige Variable)?

-          Welche Faktoren erklären den Grad der Verbreitung und die institutionellen Varianten von Leistungsvergleichen (unabhängige Variablen), insbesondere:

o       Welche Rolle spielt staatliche Steuerung?

o       Welchen Einfluss haben weitere politische, institutionelle und kulturelle Kontextvariablen (Staats- und Verwaltungsaufbau, Verwaltungskultur, Policy-Eigenheiten, Akteursinteressen)?

3. Forschungsdesign und Methoden

Zur Bearbeitung der skizzierten Forschungsfragen erweist sich ein Untersuchungsansatz als leistungsfähig, der Fallstudien mit weiteren (quantifizierenden) Validierungsschritten verknüpft. Um die bekannten methodischen Grenzen von Einzel-Fallstudien (insbesondere ihre eingeschränkte Verallgemeinerbarkeit) zu überwinden, werden im Projekt daher Mehrere-Fälle-Untersuchungen in Form von vergleichenden Fallstudien vorgenommen und durch Sekundäranalysen (insbesondere von Aggregatdaten und amtlichen Statistiken) ergänzt. Im Einzelnen sind beabsichtigt:

-                    Sekundäranalyse

-                    Fallstudien in jeweils zwei Verwaltungen pro Land (je eine auf regionaler/ Landesebene; eine auf kommunaler Ebene)

-                    Ergänzende Experteninterviews auf der zentralstaatlichen/ Bundesebene.

Die Ergebnisse der drei Untersuchungsschritte werden im Projekt zusammengeführt und als wechselseitige Korrektive und Validierungen genutzt.

 

 


 

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Stand: 26.01.2011