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 Forschung aktuell

 

Projektverbund

„Leistungsvergleich und Benchmarking im öffentlichen Sektor“

http://www.foev-speyer.de/benchmarking

Förderung: Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung (FÖV)

 

Zu den einzelnen Teilprojekten:

 

Leistungsmessung, Leistungsvergleich und Benchmarking sind im internationalen Kontext zu einem vorrangigen Tagesordnungspunkt bei der Modernisierung des öffentlichen Sektors geworden. Es kann mithin von einem europäischen, wenn nicht globalen Trend des Performance Measurement ausgegangen werden, der sich weiter verstärken wird und bei dem Leistungsvergleiche und Benchmarking eine zunehmend wichtige Rolle spielen.

Es gibt jedoch bislang keine Studien, die sich aus interdisziplinärer Perspektive mit der Systematisierung, international und intra-föderal vergleichenden Analyse sowie Wirkungsabschätzung von Leistungsvergleichen befasst haben. Vor diesem Hintergrund soll sich der geplante Projektverbund aus Sicht unterschiedlicher verwaltungswissenschaftlich orientierter Teildisziplinen und durch deren Integration mit den rechtlich-normativen Grundlagen, institutionellen Varianten, instrumentellen Methoden, Anwendungsformen und Auswirkungen von Leistungsvergleich und Benchmarking im nationalen sowie internationalen Kontext befassen. Ziel des Verbunds ist es einerseits, fördernde und hemmende Faktoren von Leistungsvergleichen und Benchmarking zu identifizieren, wobei sowohl rechtlich-normative, politisch-institutionelle, organisationsstrukturelle sowie ökonomisch-fiskalische Aspekte berücksichtigt werden. Des Weiteren strebt der Verbund an, die (methodische) Qualität verschiedener Typen, Verfahren und Instrumente von Performanzmessung und ‑vergleich zu untersuchen. Andererseits sollen die Projektergebnisse Aufschluss über Nutzungsformen und ‑bedingungen von Vergleichsinformationen in Politik und Verwaltung geben. Ein wichtiger evaluativer Beitrag des Verbunds wird zudem darin gesehen, empirische Evidenz über Ergebnisse, Effekte und weiterreichende Auswirkungen dieses Reformansatzes zu schaffen und die Frage zu beantworten, ob und wie in öffentlichen Organisationen aus Leistungsinformationen produktiv und/oder pathologisch gelernt wird.

Neben der empirischen Analyse und rechtsnormativen Bewertung von Leistungsvergleichen soll der Projektverbund zudem eine politik- und rechtsberatende Komponente beinhalten. Die Forschungsergebnisse sollen dazu dienen, zukünftige Vergleichsstudien in Bund und Ländern konzeptionell, instrumentell und methodisch zu unterstützen und hierfür beratende Expertise bereitzustellen. Der Verbund bietet die Möglichkeit, professionelles Know‑How über die Funktionsweise, Anwendungsvoraussetzungen und Erfolgsfaktoren von Benchmarking im Bundesstaat zu entwickeln und dieses in die Verwaltungs- und Rechtspolitik einzubringen. Diese Forschungsziele im Blick, konzentriert sich der Projektverbund auf die folgenden Analysebereiche von Leistungsvergleich und Benchmarking, die disziplinübergreifend und – soweit möglich – international vergleichend bearbeitet werden sollen:

(1)    Entwicklung und Steuerung von Benchmarking in 

        Mehrebenensystemen

 

(2)    Rechtliche Regelung und normative Ausgestaltung von

        Benchmarking

 

(3)    Verfahren/ Indikatoren der Performanzmessung; Methoden(-kritik)

        von Benchmarking

 

(4)    Anwendungsfelder/ Verwaltungsbereiche des Benchmarkings

 

(5)    Lernprozesse, Nutzung, Wirkung von Vergleichsinformationen/

        Evidenzbasierung

 

(6)    Handlungs- und Gestaltungempfehlungen; Weiterentwicklung des

        Benchmarkings

 


 

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Stand: 03.05.2012