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Forschungsinstitut
für öffentliche Verwaltung bei der Deutschen Hochschule für
Verwaltungswissenschaften Speyer (FÖV)
Entscheiden im
Informationszeitalter
Projektleiter:
Hermann Hill
Projektbearbeiter: Andrea
Nesseldreher
Laufzeit: 1.05.2002 -
30.04.2004
| Öffentliche
Verwaltung ist Teil der Informations- und Wissensgesellschaft.
Neue technische Möglichkeiten sowie ein veränderter Umgang mit
der Fülle, Auswahl und Bewertung von Informationen bleiben nicht
ohne Auswirkungen auf Verwaltungsentscheidungen. Dies wird auch
klassische juristische Entscheidungsstrukturen beeinflussen. Für
die Untersuchung spielen drei Themenfelder eine Rolle, die
untereinander in Beziehung stehen und miteinander in Einklang zu
bringen sind. |
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Der
Fortschritt der Informations- und Kommunikationstechnologie hat zu
neuen Möglichkeiten geführt. Data Warehouse, Data Mining,
moderne Suchsysteme und Netzwerktechnologien, Informations- und
Wissensportale sowie die Kombination von realen und virtuellen
Informationsräumen schaffen Möglichkeiten für einen
veränderten Umgang mit Information. Entscheidungsunterstützende
Software- systeme verbessern die Rationalität der
Entscheidungsfindung. |
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Betriebswirtschaftliche
und verwaltungswissenschaftliche Theorien des
Entscheidungsprozesses müssen zunehmend kognitionswissen-
schaftliche Erkenntnisse einbeziehen. Neben der Organisation des
Wissensflusses und der effektiven Wissensbeschaffung im Zeitpunkt
der Entscheidung ist für die Entscheidungsfindung ganz
wesentlich, von welchen subjektiven Vorverständnissen und
Erfahrungen die entscheidenden Personen geprägt werden. Dies
bedingt die Einbeziehung aktueller Erkenntnisse der
Wahrnehmungspsychologie in eine neue Lehre der
Entscheidungsfindung. |
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Die
juristische Dogmatik kennt gebundene Entscheidungen sowie
Entscheidungen mit Spielraum wie etwa Ermessen, Beurteilungs-
spielraum und Abwägungen. Diese Differenzierungen sind in anderen
europäischen Rechtsordnungen so nicht vorhanden und, wie im
Zusammenhang mit Diskussionen um eine Vorhabengenehmigung deutlich
wurde, auch nur schwer zu einer einheitlichen Entscheidung
zusammenzufassen. Die juristische Dogmatik ist daher unter
Einbeziehung der o.g. Themenfelder weiterzuentwickeln. |
| Das
Projekt soll Erkenntnisse für die praktische Entscheidungsfindung
in Verwaltungen liefern und zur Weiterentwicklung der Verfahrensgesetze
beitragen.
Veranstaltungen:
10.
April 2002: Vorbereitungsworkshop
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Stand:
03.05.2004
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